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Rb leipzig: sexistischer social-media-post sorgt für empörung!

Leipzig steht im Rampenlicht – und das aus den falschen Gründen. Ein vermeintlich harmloser Post auf X, der die neue Bundesliga-Cheftrainerin Marie-Louise Eta feiert, hat eine Welle der Kritik ausgelöst. RB Leipzigs Social-Media-Team hat mit einer unglücklichen Formulierung offenbar ungewollt eine sexistische Debatte entfacht, die nun die Frage aufwirft: Wo verlaufen die Grenzen des sportlichen Necken im digitalen Zeitalter?

Die fatale formulierung: ein offener vorwurf

Die fatale formulierung: ein offener vorwurf

Der Post, der vor dem Auswärtsspiel gegen Union Berlin veröffentlicht wurde, zeigte Fotos von Eta im RB-Dress und beim Training. Die Formulierung „…, sondern auch unseren Verein“ ließ Raum für Interpretationen, die weit über sportliche Anerkennung hinausgehen. Schnell überschlugen sich die Kommentare unter dem Beitrag, darunter auch eindeutig sexistische Äußerungen, die die Diskussion zusätzlich anheizten. Der Hashtag #MeToo im Fußball wirkt plötzlich bedrohlich nah.

Es ist ein Lehrstück dafür, wie unbedacht Social-Media-Strategien gestaltet werden können. RB Leipzig hat offenbar versäumt, die potenziellen Folgen der Formulierung zu antizipieren. Besonders brisant ist der Kontext: Gerade in Zeiten, in denen Online-Gewalt gegen Frauen ein allgegenwärtiges Problem darstellt, muss ein Fußballverein mit besonderer Sorgfalt agieren.

Die Reaktion des Vereins bleibt aus, während die Kritik lauter wird. RB Leipzig verweist auf Etas eigenes Instagram-Profil, auf dem sie vor zwei Jahren eine ähnliche Collage veröffentlicht hat. Doch das ändert nichts an der Tatsache, dass der aktuelle Kontext eine völlig andere Deutungsebene hervorruft. Der Verein scheint sich dem Problem zu entziehen, anstatt Verantwortung zu übernehmen.

Die Debatte geht jedoch über den konkreten Fall hinaus. Sie wirft ein Schlaglicht auf das anhaltende Problem des strukturellen Sexismus im Fußball. Auch wenn RB Leipzig betont, Frauen in Führungsetagen zu beschäftigen, so zeigt der Vorfall doch, dass ein Bewusstsein für die alltäglichen Anfeindungen, denen Frauen im Fußball ausgesetzt sind, noch lange nicht ausgereift ist.

Marie-Louise Eta selbst hat sich bisher nicht öffentlich zu dem Vorfall geäußert. Ihr Debüt als Bundesliga-Cheftrainerin stand im Vordergrund. Doch der Schatten des RB-Posts liegt über ihrem Start. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Vorfall nicht dazu führt, dass sich Eta und andere Frauen im Fußball noch stärker unter Druck fühlen.

Die Sportschau kommentiert: RB Leipzig hat die Chance verpasst, mit einem souveränen Umgang mit dem Vorfall eine klare Haltung gegen Sexismus zu demonstrieren. Stattdessen hat der Verein eine unnötige Debatte ausgelöst, die dem Image des Vereins schadet. Ein ehrliches Eingeständnis des Fehlers und eine Entschuldigung wären das Mindeste gewesen. Das Schweigen spricht Bände.