Saibaris trauriger einblick: rückennummer 34 als ehrendame

Ein Schatten liegt über den Plänen von FC Bayern München. Der junge Ismael Saibari, der Sommer-Transfer aus Eindhoven, wird nicht mit der Nummer 11, dem klassischen Angriffsträger, auf RB ziehen. Stattdessen trägt der 25-jährige Offensivspieler die Nummer 34 – eine Zahl, die er zu Ehren seines ehemaligen Teamkollegen Abdelhak Nouri wählt.

Ein freund im gedächtnis: die geschichte hinter der 34

Nouri, der 2017 bei einem Testspiel in Österreich einen Herzstillstand erlitt und seitdem nicht mehr selbstständig gehen kann, war ein Talent im Jugendteam von Ajax Amsterdam. Saibari, der selbst marokkanischer Abstammung ist, erinnert sich an die intensive Pflege des Freundes und beschloss, die Nummer zu tragen, die Nouri zuletzt trug. „Ich trage die 34, weil er diese zuletzt getragen hat“, erklärte Saibari.

Der fc bayerns tradition: eine nummer für talente

Der fc bayerns tradition: eine nummer für talente

Bei den Bayern ist die 34 lange Zeit eine Reservenummer gewesen. Spieler wie Piotr Trochowski, Deniz Öztürk, Pierre-Émile Höjbjerg und Sandro Wagner hatten diese Nummer getragen – immer mit dem Potenzial, in den erweiterten Kader aufzusteigen. Es war ein Zeichen dafür, dass der Verein junge Talente fördert. Doch Saibaris Ankunft hat diese Traditionbrochen.

Ein top-spieler mit einem besonderen zeichen

Ein top-spieler mit einem besonderen zeichen

Es ist ein ungewöhnlicher Schritt, dass ein Spieler wie Saibari, der für 50 Millionen Euro verpflichtet wurde, sich gegen eine prestigeträchtige Nummer entscheidet. Es ist ein Zeichen der Solidarität und des Respekts gegenüber einem Freund, der im Fußball alles verloren hat. Saibari wird abermals an Nouri denken, wenn er das Oktoberfest-Publikum im Allianz Arena anfeuert – und die 34 auf seinem Rücken tragen.

Der FC Bayern zeigt damit, dass Talent nicht nur in den Fähigkeiten eines Spielers liegt, sondern auch in der Menschlichkeit.