Schaffelhuber: bayerbacherin schreibt paralympisches gold – eine kleine gemeinde, eine große karriere

Die Geschichte von Anna Schaffelhuber aus Bayerbach ist mehr als nur eine Erfolgsgeschichte im Para-Skisport. Sie ist die Geschichte einer Familie, eines kleinen Dorfvereins und einer Athletin, die die Welt im Schneeland erobert hat. Von hier aus, wo der Fokus eigentlich auf Fußball liegt, begann alles – mit einer ungewöhnlichen Idee.

Von der fußballabteilung zum para-skiverein

Der TSV Bayerbach, bekannt für seine traditionsstarke Fußballabteilung, wagte vor einigen Jahren den Schritt in eine völlig neue Richtung: die Gründung einer eigenen Skiabteilung für die junge Anna. Eine Entscheidung, die damals für einige überraschte, aber die Grundlage für eine der größten Erfolgsgeschichten im Para-Skisport Deutschlands legte. Die Idee entstand, als man merkte, dass Anna eine außergewöhnliche Begabung besitzt und es wichtig ist, ihr die bestmöglichen Voraussetzungen zu bieten.

Der glücksbringer aus pyeongchang

Der glücksbringer aus pyeongchang

Sieben Paralympische Medaillen, elf Weltmeistertitel – Anna Schaffelhuber hat eine beeindruckende Bilanz vorzuweisen. Doch auch nach all diesen Erfolgen ist die Verbindung zu ihrer Heimat, Bayerbach, ungebrochen. Vor den Spielen in Südkorea erhielt sie von ihrem Verein einen Schal – als Glücksbringer für die Reise. „Der ist zwar im paralympischen Dorf geblieben und hing neben dem Bett am Nachttisch“, erinnert sich Schaffelhuber. „Aber er hatte tatsächlich auch mit.“

Das dorf feiert seine heldin

Das dorf feiert seine heldin

Die Erfolge in Pyeongchang lösten in Bayerbach eine Euphorie aus. Das ganze Dorf fieuerte für die eigene Tochter und die deutsche Paralympische Mannschaft. Es ging nicht nur um die Medaillen, sondern um die Gemeinschaft, die sich hinter Anna versammelt hatte. „Wenn ich von einem großen Erfolg heimgekommen bin und dann wusste, dass jetzt der ganze Verein mit einem Bus zum Flughafen gekommen ist – das waren schon die besonderen Momente, die wirklich geblieben sind“, erzählt Fabian Daffner, der aktuelle Vorsitzende des TSV. Die Unterstützung ist nicht nur großartig, sondern auch nachhaltig – die Sportabteilung ist mittlerweile eine feste Größe im Verein und zieht regelmäßig neue Mitglieder an.

Ein vorbild für die zukunft

Ein vorbild für die zukunft

Anna Schaffelhuber ist ein Vorbild für junge Sportlerinnen und Sportler – und für den gesamten Verein. Sie zeigt, dass auch in kleinen Gemeinden große Erfolge möglich sind, wenn man an die eigenen Talente glaubt und bereit ist, neue Wege zu gehen. Der TSV Bayerbach hat bewiesen, dass Sport nicht nur ein Wettbewerb ist, sondern vor allem eine Gemeinschaft – und dass die Unterstützung der Familie und der Nachbarn entscheidend für den Erfolg sein kann. Die nächste Herausforderung: Die Gründung einer Line-Dance-Gruppe, inspiriert von einer neuen Profi-Tänzerin. Ein weiterer Beweis dafür, dass die Leidenschaft für Sport und Gemeinschaft in Bayerbach weiter lebt – und die Erfolgsgeschichte von Anna Schaffelhuber noch lange nicht zu Ende ist.“