Schock in gruppe e: deutschland unterliegt ecuador – müller enttäuscht
Ein jähes 1:2 gegen Ecuador riss die deutsche WM-Hoffnungen zunichte. Leroy Sanés frühes Tor war nur eine vergängliche Illusion. Die Mannschaft verabschiedete sich so von der Sicherheit eines Platz Zwei und dem damit verbundenen Gruppensieg.
Müllers scharfe kritik: argentinier sind eine liga für sich
Wie Ex-Bayern-Star Thomas Müller in seinem Kommentar für MagentaTV analysierte, fehlte der deutschen Mannschaft ein entscheidender Weckruf. Er verglich das Spiel verblüffend mit der Spielweise argentinischer Mannschaften, die – anders als die Deutschen – in der Lage sind, Spiele zu kontrollieren und das Tempo zu bestimmen. „Sie bekommen kein Tor, weil sie es nicht wollen“, zitiert Müller. „Da sagt keiner: ‚Wow, die haben die Sterne vom Himmel gespielt‘.“
Die Körperlichkeit, die Müller gegen die vermeintlich stärkeren Gegner beobachtet hatte, empfand er als klaren Unterschied. „Das fehlt uns manchmal“, räumte der Weltmeister ein. „Wir hatten keine Situation, in der es in einem Gruppenspiel um nichts mehr ging.“

Kein gold, was glänzt
Müller betonte, dass die Mannschaft aus der Niederlage wichtige Lehren ziehen müsse. „Bei uns war damals auch nicht alles Gold, was glänzt.“ Er forderte die Mannschaft auf, ihre Schwächen zu erkennen und sich auf die Körperlichkeit vorzubereiten, die er gegen die beiden Gegner als besonders auffällig empfand. „Da kann man nicht einfach nur drauf losspielen.“
Die deutsche Nationalmannschaft muss sich schnell wieder fangen, denn die Gruppe E ist noch nicht entschieden. Die Portugiesen könnten im letzten Spiel für eine Überraschungsorgen, was die Situation in der Gruppe zusätzlich spannend macht. Die verpasste Chance auf den Gruppensieg und die enttäuschende Vorstellung gegen Ecuador sind ein Weckruf für den Trainer und die Mannschaft.”n
