Schweden schockt: wie die nationalmannschaft die wm-qualifikation auf holprigem weg meisterte
Schweden steht bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika, während der Kosovo verpasst. Eine kuriose Entwicklung, die eine Frage aufwirft: War die Qualifikation gerecht? Die schwedische Nationalmannschaft legte einen ungewöhnlichen Weg zurück – und Viktor Gyökeres wurde dabei zum Helden.
Viktor gyökeres' entscheidende rolle
Der Stürmer des FC St. Pauli traf im Halbfinale und Finale der Play-offs jeweils viermal und führte Schweden ins WM-Turnier. Besonders im Halbfinale gegen Ukraine erzielte er die Treffer, die den Weg ins Finale ebneten. Der späte 3:2-Sieg gegen Polen besiegelte den Aufstieg.

Abstieg und aufstieg: ein ungewöhnlicher weg
In der Gruppenphase der Qualifikation in der Gruppe B war Schweden der letzte der sechs Teams und holte lediglich zwei Punkte. Doch die Teilnahme an der WM gelang den Schweden, weil sie indirekt von der Abstiegsqualifikation der Nations League profitierten. Durch den Abstieg aus der Liga B der Nations League 2024/25 qualifizierten sich die Schweden für die Play-offs.
Die Situation ist paradox: Der Kosovo hatte in seiner Qualigruppe mehr Punkte als Schweden, gewann die direkten Duelle sogar, verlor aber im Play-off-Finale gegen Türkei.

Die nations league als schlüssel
Die Nations League ermöglichte es den Schweden, trotz einer schwachen Gruppenphase noch ins WM-Play-off einzuziehen. Die vier besten Gruppensieger der Nations League, die sich nicht über die reguläre Qualifikation qualifiziert hatten, qualifizierten sich für die Play-offs. Dies öffnete die Tür für Schweden, das in der vorherigen Saison aus der Liga B abgestiegen war.

Potters debüt und die nervenstärke
Graham Potter, der erst vor vier Länderspielen als Trainer übernahm, lobte die Nervenstärke der Mannschaft. „Wir waren nicht perfekt, aber wen interessiert’s?“, sagte er nach dem Play-off-Sieg. Die Qualifikation war ein Gemeinschaftswerk, das die Schweden trotz anfänglicher Schwierigkeiten überwinden ließ.

Italiens fiasko und die zeitspiel-debatte
Während Schweden jubelt, leidet Italien unter dem dritten WM-Fiasko in Folge. Experten sehen die Gründe für das Scheitern weit über der Nationalmannschaft hinaus. Die FIFA arbeitet an Maßnahmen gegen das Zeitspiel, da die Nachspielzeit trotz längerer Verzögerungen nicht länger erhöht wird.
Die Schwedische Nationalmannschaft zeigt, dass auch mit holprigem Weg und überraschenden Entwicklungen der Traum von der Weltmeisterschaft wahr werden kann.
