Schweizer wm-kader: yakin testet viele optionen
Die Kaderbekanntgabe für die Testspiele der Nati im März steht bevor. Wir blicken voraus und konzentrieren uns im WM-Formbarometer auf die Rennen um die Startplätze im Schweizer WM-kader. Teil zwei widmet sich den Abwehrspielern.

Abwehr: yakin muss entscheiden
Unter Murat Yakin wird es vor den Endrunden immer wieder zum Thema, wie viele Verteidiger wohl im 26-Mann-kader unterkommen. Derzeit tendieren wir zu acht Verteidigern, auch weil Mittelfeldspieler Denis Zakaria falls Not am Mann ist, in der Innenverteidigung einspringen könnte.
Manuel Akanji (Inter Mailand) wird unumstritten als Schweizer Abwehrchef an der Weltmeisterschaft sein. Für den Innenverteidiger von Inter Mailand wird es die fünfte Teilnahme an einer Endrunde. Eindrücklich ist, dass Akanji an diesen Turnieren in 18 Partien keine einzige Spielminute verpasst hat.
Nico Elvedi (Borussia Mönchengladbach) dürfte für die sechste Endrunde antreten. Der Bundesliga-Legionär hatte nach der EURO und in der ersten Jahreshälfte 2025 keinen so einfachen Stand im Nationalteam, er setzte sich aber gegen alle Herausforderer durch und war dann in der WM-Qualifikation unumstrittene Stammkraft.
Ricardo Rodriguez (Real Betis) ist in der Liste der Schweizer Rekordspieler die Nummer zwei hinter Granit Xhaka. Ob in der Dreierkette als linker Innenverteidiger oder in der Viererkette als linker Aussenverteidiger: Rodriguez ist gesetzt. Bei insgesamt sechs Endrunden stand Rodriguez in allen 26 Partien in der Startelf, einzig im EM-Achtelfinale 2021 gegen Frankreich wurde er nach 87 Minuten ausgewechselt.
Favorit auf die freien WM-Kaderplätze Innenverteidiger sind Luca Jaquez (VfB Stuttgart) und Aurele Amenda (Eintracht Frankfurt). Jaquez sammelt nach Corona- und Oberschenkelverletzungen wieder Spielpraxis, während Amenda bei Frankfurt fleißig Einsatzzeit sammelt und seine Größe als Pluspunkt für Kopfballsituationen ins Nationalteam bringt.
Aussenverteidiger Miro Muheim (Hamburger SV) hat sich als Alternative zu Ricardo Rodriguez etabliert. Beim HSV übernimmt Muheim teils als Captain sogar zusätzliche Verantwortung. Bleibt er fit, dürfte wohl kein Weg an ihm vorbeiführen.
Für die rechte Abwehrposition kämpfen Sascha Britschgi (Parma Calcio) und Isaac Schmidt (SV Werder Bremen) um einen Startplatz. Britschgi ist unumstrittener Stammspieler bei Parma und hat mit 1'994 Spielminuten beste Karten, um zum Überraschungsmann im Schweizer WM-kader zu werden. Schmidt hingegen muss noch anwachsen, um Britschgi die Treue zu gewinnen.
