Shiffrin gewinnt sechsten gesamtweltcup – moser-pröll-gleich

Mikaela Shiffrin hat sich im Finale der Ski-Alpin-Weltcup-Serie mit ihrem sechsten Gesamtsieg den begehrten Kristallpokal gesichert. Ein Rennen, das lange Zeit alles andere als souverän verlief.

Shiffrin triumphiert nach holprigem start

Shiffrin triumphiert nach holprigem start

Die 31-Jährige kämpfte in Hafjell mit einem enttäuschenden ersten Durchgang, der sie auf Platz 17 brachte – eine Position, die in der Gesamtwertung keine Punkte einbrachte. „Uh-oh, Oopsie“, gab Shiffrin im Anschluss offen zu, die Dinge liefen nicht wie erwartet. Während ihre Konkurrentinnen wie Emma Aicher den Hang attackierten, fand die Rekordsiegerin ihr Timing nicht.

Doch die US-Amerikanerin zeigte im zweiten Durchgang eine beeindruckende Leistungssteigerung. Die mathematische Konstellation der Ergebnisse reichte am Ende für den vorzeitigen Triumph. Ein Sieg, der aber nicht ohne emotionale Höhen und Tiefen war. Im Zielraum wollte Shiffrin die Glückwünsche ihres Teams zunächst nicht annehmen. „Mein Team sagte: 'Das war's!' und ich sagte: 'Nein, ist es nicht!'“, schilderte sie die Szene. Erst nach kurzer Diskussion flossen die Tränen der Erleichterung.

Der sechste Gesamtsieg katapultiert Shiffrin in die Riege der größten Athletinnen der Geschichte und gleich auf den Fersen der Legende Annemarie Moser-Pröll. Dabei betont die unangefochtene Dominatorin ihre Bescheidenheit. „Die Kristallkugel ist ein Symbol für das Vertrauen, das ich von meinem Team bekomme“, so Shiffrin. „Sie können das Rennen nicht für mich fahren, aber sie geben mir das Vertrauen, es so umzusetzen, wie wir es trainiert haben.“

Die Saison war lang und anstrengend, doch Shiffrin scheint die Energie für weitere Erfolge zu haben. Ihr Erfolg ist ein Gemeinschaftswerk, ein Beweis für die harte Arbeit und das unerschütterliche Vertrauen in ihr Können. Ein Triumph, der zeigt, dass selbst die größten Stars nicht frei von Rückschlägen sind – und dass die Rückkehr stärker sein kann als je zuvor.