Skilangläuferin victoria carl nach doping-skandal gesperrt – wm-teilnahme 2027 in falun nicht ausgeschlossen
Die Skilangläuferin Victoria Carl muss für 18 Monate die Skistöcke verstauen. Das deutsche Sporttribunal hat eine Dopingsperre ausgesprochen, die die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2027 in Falun theoretisch wieder ermöglicht. Die Entscheidung der Nationalen Anti-Doping Agentur (NADA) ist ein Schlag ins Gesicht der Olympiasiegerin, die nun eine lange Zeit ohne Wettkampffläche verbringen muss.
Positive droge: clenbuterol in hustensaft – die details
Der positive Befund stammt aus einer Probe, die Carl im März 2025 während der Weltmeisterschaft im Militärsport in der Schweiz abgegeben hatte. Als verbotenen Stoff wurde Clenbuterol nachgewiesen. Carl und der Deutsche Skiverband (DSV) betonen, dass der Wirkstoff versehentlich in einem Hustensaft enthalten war, der ihr von einem Truppenarzt verabreicht worden war. Carl vertraute dem Arzt, und es lag keinerlei Absicht vor, sich durch Doping zu verbessern.
Die Sperre beginnt rückwirkend mit dem 26. Mai 2025 und endet am 25. November 2026. Das bedeutet, dass Carl die WM-Saison 2026/27 wieder aufnehmen könnte. Alle Ergebnisse der Athletin vom 26. März 2025 bis zum 26. Mai 2025, inklusive aller Medaillen, Punkte und Preise, wurden annulliert.
Die Entscheidung des Deutschen Sportgerichtes (DIS) ist noch nicht rechtskräftig. Sowohl Carl als auch die NADA, die Internationale Skiverband (FIS), der Internationale Sportkomitee für Militärsport (CISM) und die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) haben die Möglichkeit, beim Court of Arbitration for Sport (CAS) Berufung einzulegen. Eine vierjährige Sperre war theoretisch möglich gewesen.
Victoria Carl gewann 2022 bei den Olympischen Winterspielen in Peking Gold im Teamsprint. Zusätzlich holte sie mit der Staffel Silber. Jetzt steht die Zukunft der Spitzensportlerin ungewiss.
Der DSV äußerte sich in einer Stellungnahme und hofft auf eine „zeitnahe Klärung“ des Falls. Die Kontroverse wirft Fragen auf nach der Verantwortung von Ärzten im Sport und der strengen Kontrolle von Medikamenten.
Die Nachricht kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Skilanglaufsport gerade von einer neuen Generation von Talenten geprägt ist. Die WM in Falun 2027 bietet Carl eine mögliche Chance, sich zurück zu kämpfen. Doch der Weg dorthin wird steinig.
Die Sperre ist ein deutlicher Rückschlag für Carl. Die Athletin muss nun einen neuen Weg finden, um wieder auf höchstem Niveau zu konkurrieren. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu sehen, ob sie diesen Weg erfolgreich bewältigen kann.
Die Entscheidung des DIS unterstreicht die Null-Toleranz-Politik im Dopingbereich. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Fall weiterentwickelt und welche Konsequenzen er für die Zukunft des Skilanglaufs haben wird.
