Smits plantet zukunftstroemchen: handball-star träumt von medaillen – trotz baby

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat in den letzten Jahren wieder für Furore gesorgt, doch die Zukunft des Teams hängt von den Plänen einer ihrer Schlüsselspielerinnen ab: Xenia Smits. Die Vizeweltmeisterin plant, trotz eines bevorstehenden Kindes, weiterhin auf höchstem Niveau zu spielen und mit der Auswahl weitere Titel anzuzielen.

Familie und gold: smits' doppeltrainer-plan

„Familienglück und weitere Medaillen mit der Nationalmannschaft – das ist mein Ziel“, erklärt die 31-jährige Handballerin im Interview mit dem Münchner Merkur. Smits ist sich bewusst, dass eine Baby-Pause unausweichlich ist, doch sie will diese nicht als Endstation sehen. Ein realistischer Blick auf ihre Möglichkeiten ist dabei selbstverständlich. „Falls das WM-Finale im Dezember mein letztes Länderspiel gewesen sein sollte, weil ich nicht mehr auf mein früheres Niveau zurückfinde, dann wäre das völlig in Ordnung“, betont sie.

Doch Smits ist fest entschlossen, die Lücke zu schließen und beim Comeback mindestens das gleiche Leistungsniveau zu erreichen, wie sie es vor der Schwangerschaft zeigte. „Wir wissen jetzt, was es braucht. Jetzt wollen wir das Puzzle komplett machen und Gold bei einem Turnier holen.“

Odense steht zur seite

Odense steht zur seite

Die Entscheidung, ihre Karriere nach Deutschland fortzusetzen, war für Smits unkompliziert. Ihr neuer Verein, der dänische Verein Odense Handbold, reagierte positiv auf die Schwangerschaft. „Ich habe Odense Bescheid gegeben und gesagt: ‚Wenn dieser Vertrag nicht mehr gültig sein soll, dann heben wir ihn auf.'“, so Smits. Ein Zeichen der Unterstützung, das die Handballerin sehr schätzt. „Die Reaktionen waren total positiv. Odense hat die Neuigkeiten begrüßt. Das hat mich ein bisschen überrascht, hilft aber enorm.“

Denn wie Smits berichtet, gab es auch Vereine und Länder, die eine Schwangerschaft ab einem gewissen Alter nicht akzeptieren wollen. Dieser Umstand frustriert die erfahrene Nationalspielerin. „Es ist schade, dass es immer noch Vereine und Länder gibt, die nicht akzeptieren wollen, dass eine Schwangerschaft ab einem gewissen Alter zum Frauensport dazugehört.“

Mit 156 Länderspielen und 362 Toren ist Smits eine feste Größe in der deutschen Auswahl. Ihr Debüt gab sie bereits 2014 und seitdem hat sie maßgeblich zum Erfolg des Teams beigetragen – zuletzt mit der WM-Silbermedaille im Jahr 2026. Die Zukunft ist ihr ungewiss, aber mit Leidenschaft und Entschlossenheit plant sie, ihren Beitrag weiterhin leisten zu können. Ein echtes Vorbild für junge Spielerinnen und ein Beweis dafür, dass Sport und Familie Hand in Hand gehen können.