Stiller und führich rücken kurzfristig in den kader – nagelsmann reagiert auf ausfälle
Bundesliga-Crusade: Kurzfristig hat Bundestrainer Julian Nagelsmann zwei Nachrücker für die anstehenden Länderspiele gegen die Schweiz und Ghana nominiert. Angelo Stiller vom VfB Stuttgart und Chris Führich ersetzen die verletzungsbedingt ausfallenden Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha. Eine überraschende Kehrtwende, die die Vorbereitung auf die WM-Qualifikation aufschüttelt.
Die Nachricht von der Nachnominierung kam am Montag nach offizieller Bekanntgabe des DFB. Pavlovic kämpft seit Tagen mit Hüftproblemen und fehlte beim deutlichen 4:0-Heimsieg gegen Union Berlin. Nmecha hat sich eine Außenbandverletzung im rechten Knie zugezogen und fällt mehrere Wochen aus. Beide Spieler hatten zuvor gute Chancen, sich für die WM-Endrunde zu empfehlen.
Stiller und führich: eine unerwartete chance
Für Stiller ist es die erste Einladung zur Nationalmannschaft seit November 2024. Der defensive Mittelfeldspieler absolvierte bislang fünf Länderspiele und hatte danach lange Zeit keine Berücksichtigung mehr erfahren. Führich hingegen wurde zuletzt im November für die Nations League nominiert. Mit den beiden Stuttgartern erhöht sich der Anteil des VfB an der aktuellen Nationalmannschaft auf sechs Spieler – ein Respekt für den aktuellen DFB-Pokalsieger, der nun mit nur noch sechs Spielern gegen den FC Bayern antreten muss, da auch dieser von Pavlovics Ausfall betroffen ist.
Nagelsmann versammelt seine Mannschaft ab Montag in Herzogenaurach. Das erste Testspiel findet am Freitag in Basel gegen die Schweiz statt, drei Tage später empfängt die DFB-Auswahl Ghana in Stuttgart. Die Spiele dienen der finalen Formfindung vor der endgültigen Nominierung für die WM. Ob die beiden Stuttgarter ihre Chance nutzen können, bleibt spannend. Die Konkurrenz ist groß, doch Nagelsmann scheint in der aktuellen Situation auf zusätzliche Optionen angewiesen zu sein.
