Strelow gönnt sich auszeit: bronze-gewinner tankt mental neue energie

Justus Strelow, der Bronzemedaillen-Gewinner im Biathlon, hängt seine Skier vorerst an den Nagel. Nach einer langen, kräftezehrenden Saison mit dem Höhepunkt der Olympischen Winterspiele in Peking steht für den 29-Jährigen eine wohlverdiente Auszeit an – und die wird, so der Athlet selbst, dringend benötigt.

Entlastung für körper und geist nach intensiver saison

Die Saison hinter Strelow war alles andere als entspannt. Neben den zahlreichen Weltcuprennen in diesem Winter gipfelte alles im Februar bei den Olympischen Winterspielen, wo er mit der Mixed-Staffel die Bronzemedaille errang. Das vergangene Wochenende in Oslo markierte den Abschluss dieser anstrengenden Phase, und Strelow zeigte sich in seiner Kolumne für die Sächsische Zeitung sichtlich erleichtert. „Es ist von Vorteil, ein langes Wettkampfjahr mit positiven Eindrücken abzuschließen. Man begibt sich dann nicht grübelnd und mit negativen Gedanken in die Sommerpause“, schrieb er.

Doch nicht nur körperlich ist Strelow erschöpft. Auch mental hat er die letzten Monate alles gegeben. „Die freie Zeit, die jetzt vor mir liegt, kann ich stattdessen unbeschwert genießen. Nicht allein körperlich, vor allem auch mental wird mir eine Pause vom Biathlon guttun.“ Er gestand, dass er seit November „nahezu durchgehend unterwegs“ war und Termine entweder absagen oder in die freie Zeit schieben musste. Das Familienleben geriet dabei oft in den Hintergrund, was er bedauerte.

Südafrika-urlaub und vorfreude auf die nächste saison

Südafrika-urlaub und vorfreude auf die nächste saison

Zur Erholung reist Strelow mit seiner Frau Elli und seinem Sohn Karl nach Südafrika. Ein Wechsel der Umgebung und die Zeit mit der Familie sollen ihm neue Energie geben. Aber schon jetzt blickt der deutsche Biathlon-Star nach vorne. „Mit den Wochen freier Zeit meldet sich dann erfahrungsgemäß auch die Lust auf meinen Sport vehement zurück – und dann werde ich mich im Frühjahr wieder mit voller Leidenschaft ins harte Training stürzen“, so Strelow. Die Pause dient also nicht dazu, den Biathlonsport zu verlassen, sondern um mit neuer Kraft und Motivation in die nächste Saison zu starten.