Stuttgarts europa-traum zerplatzt: diogo costa hält porto im alleingang fest!

Der VfB Stuttgart ist ausgeschieden! Nach dem 0:2-Debakel im Rückspiel gegen Porto am Donnerstagabend in Portugal ist für die Schwaben der Traum von der Europa League vorzeitig beendet. Obwohl die Mannschaft von Sebastian Hoeneß kämpferisch aufgetreten war und sich ihrer Leistung bewusst war, ließ die individuelle Klasse des portugiesischen Torwarts Diogo Costa den VfB letztendlich doch ins Hintertreffen fallen.

Ein abend, der von einem mann geprägt war

Die Partie verlief turbulent, wie der Stuttgarter Trainer Hoeneß nach dem Spiel bei RTL anerkannte: „Wir haben ein Riesen-Spiel gemacht, viele Dinge sind aufgegangen, die wir uns vorgenommen haben. Direkt zwei gute Chancen, das Spiel gefühlt komplett im Griff. Dann sind sie plötzlich einmal in der Box und es steht 1:0.“ Es war eben eines dieser Spiele, in denen der Teufel im Detail steckt. Die Stuttgarter waren zwar bemüht, doch die Wende kam zu früh, die Chancen wurden nicht verwertet und die Abwehr agierte nicht immer sattelfest.

Der entscheidende Faktor: Diogo Costa. Der portugiesische Nationaltorwart avancierte zum Mann des Abends und verhinderte mit einer Reihe von Glanzparaden den Ausgleich. Ob Flugparade gegen Chabot in den ersten Minuten, oder die mehrfachen Rettungen gegen Führich und Undav – Costa war schlichtweg unüberwindbar. Undav, der von Bundestrainer Nagelsmann wieder in die Nationalmannschaft berufen wurde, lobte seinen Gegenspieler überschwänglich: „Er hat einen überragenden Job gemacht. Er hat auch Dinger gehalten, die man nicht halten muss. Er ist nicht nur auf der Linie brutal.“

Alexander Nübel, der selbst einen ruhigen Abend hatte, bestätigte die außergewöhnliche Leistung Costas: „Es tut sehr weh heute, weil wir über beide Spiele eigentlich ein gutes Spiel machen, aber am Ende eben doch souverän besiegt wurden.“

Die bittere erkenntnis: das quäntchen glück fehlte

Die bittere erkenntnis: das quäntchen glück fehlte

Auch Atakan Karazor räumte ein, dass dem VfB derzeit „auch hinten ein wenig mit dem Glück zu kämpfen“ sei. Die frühe Führung Portos, ein fast unhaltbarer Nadelstich, zeige, dass es im Fußball oft nur minimale Unterschiede gibt. „Wem willst du da einen Vorwurf machen?“, fragte Karazor rhetorisch und spielte auf die umstrittene Vorbereitung von Borja Sainz an. Das Fehlen dieses entscheidenden Quentchens Glück, gepaart mit der herausragenden Leistung von Diogo Costa, machte den VfB zum Zuschauern des eigenen Europa-Traums.

Die Stuttgarter müssen nun nach vorne blicken und sich auf die Bundesliga konzentrieren. Die Niederlage in Porto mag schmerzhaft sein, doch sie sollte als Ansporn dienen, die nächste Herausforderung mit neuer Kraft anzugehen. Denn eines ist klar: Der VfB hat gezeigt, dass er zu den besten Mannschaften Deutschlands gehört – auch wenn es in dieser Europa-League-Saison nicht für die nächste Runde gereicht hat.