Super-league: zwölf teams, viele fragen
Während der FC Thun bereits die Meisterprämien zählt, rauchen bei der Konkurrenz die Köpfe. Von eklatanter Abschlussschwäche bis hin zur offenen Trainerfrage: Wir analysieren die grössten Baustellen aller zwölf Super-League-Teams nach der Länderspielpause.
Defensivprobleme bei yb und sion
Bei den BSC Young Boys stehen vor allem die Defizite in der Abwehr im Mittelpunkt. Trainer Gerardo Seoane muss die anfällige Defensive in den Griff kriegen, hat kein anderes Team der Top 6 annähernd so viele Gegentore schlucken müssen wie YB. Marvin Keller musste bereits 56 Mal hinter sich greifen. Das sind 16 Gegentore mehr als Basel, die zweitschwächste Defensive in der Championship Group.
Auch bei Servette FC sind die Auswärtsschwierigkeiten ein grosses Problem. In den letzten sieben Auswärtspartien gab es nur einen Sieg bei zwei Pleiten und vier Remis. 17 Punkte aus 15 Auswärtsspielen reichen in der Gasttabelle nur zu Rang 9.

Offene fragen bei trainer und taktik
Beim FC Luzern geht die Zeit von Trainer Mario Frick zu Ende. Damit trennen sich die Wege nach insgesamt fünf gemeinsamen Saisons. Während es sportlich für die Zentralschweizer nicht mehr um viel geht, dominiert natürlich die Trainerfrage. Wer übernimmt ab der Saison 2026/27 das Zepter beim FCL?
Der amtierende Schweizer Meister Basel wird seinen Titel in dieser Saison nicht verteidigen können, was in erster Linie an mangelnder Konstanz liegt. Die Leistungsschwankungen beim FC Basel (manchmal sogar während eines Spiels) sind teilweise eklatant und unerklärlich, und auch der neue Trainer Stephan Lichtsteiner bekam diese noch nicht in den Griff.

Thun schreibt geschichte
Beim designierten neuen Schweizer Meister FC Thun wird nichts mehr schiefgehen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann die Berner Oberländer den historisch ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte bejubeln dürfen. Die Thuner schreiben in dieser Saison ein Märchen, welches nicht einmal Hollywood besser hätte inszenieren können.
