Sylla wieder auf der bank: schalke-debatte um gomis – und ein tor des außenseiters
Dramatische Personalentscheidungen beim FC Schalke 04: Moussa Sylla, der kurz vor einem Wechsel in die MLS wieder im Aufstiegsrennen eingesetzt wurde, muss erneut auf die Bank. Gleichzeitig sorgt Christian Gomis für Kritik, während die Mannschaft auf einen überraschenden Moment von Sylla zählen kann.

Sylla überzeugte, doch dzeko zieht wieder den favoriten-stempel
Nachdem sein Wechsel zum New York City FC platzte, hatte Trainer Miron Muslic von der Wichtigkeit von Sylla gesprochen. Sieben Wochen später erwies sich diese Prognose als richtig. Sylla ersetzte den gesperrten Edin Džeko in der Partie gegen Darmstadt und erzielte das 1:0 – sein erstes Tor seit dem Hinspiel gegen dieselbe Mannschaft. Ein typisches Tor für einen Mittelstürmer, der seine Stärken unter Muslics pressingintensiven Systemen kaum einbringen kann.
„Moussa schießt das Tor, weil er instinktiv spürt, dass der Ball abprallt. Das ist ein typisches Nummer-9-Tor“, kommentierte Muslic nach dem 1:1-Unentschieden. Sportdirektor Youri Mulder bestätigte, dass Sylla „da ist und das Tor macht“, ohne dass er unbedingt einen hohen Spielrhythmus benötigt.
Die Einstellung des Stürmers wird von seinen Mitspielern gelobt. Simon Terodde, einst Schalkes Aufstiegsgarant 2022, sieht in Gomis' fehlender Konstanz ein Problem. „In der heißen Phase werden Helden geboren“, so Terodde als Experte im Sky-Studio. „Gomis muss das Tor treffen.“
Trotzdem verteidigt Muslic seinen Sommercoup. „Vielleicht hat sich Christian den großen Moment für andere Spiele aufgehoben“, spekulierte der Coach. Doch die Hoffnung scheint schwindend, denn nach der Reduzierung der Rotsperre von Džeko wird Sylla nach der Länderspielpause wieder auf die Bank steigen müssen. Eine gleichzeitige Aufstellung würde Muslics Prinzipien nicht entsprechen.
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