Undav schießt in der nachspielzeit zum 2:1-sieg des dfb-teams gegen ghana
Im letzten Test vor der WM-Vorbereitung hat Deniz Undav das DFB-Team vor einem Dämpfer bewahrt. Der Angreifer des VfB Stuttgart traf in der 88. Minute zum 2:1 (1:0)-Sieg gegen Ghana.

Nagelsmann erklärt kontroverse stürmer-entscheidung
Die Partie wirkte zunächst, als würde Deutschland weitermachen, wo es beim 4:3 in der Schweiz aufgehört hatte, und Ghana defensiv da weitermachen, wo es beim 1:5 gegen Österreich aufgehört hatte.
Bereits in der vierten Minute hatte das DFB-Team die erste Großchance: Havertz war als Rechtsaußen durch, legte quer auf Nick Woltemade, der den Ball nicht voll traf und am Tor vorbeischob.
Kurz darauf vergab Florian Wirtz die zweite Möglichkeit, sein Freistoß aus 17 Metern ging an den Außenpfosten (6.).
Ghana zog sich mit dem ganzen Team zurück, es war offensichtlich, worauf nach der Klatsche gegen Österreich der Fokus der Mannschaft von Trainer Otto Addo lag.
Deutschland hatte 75 Prozent Ballbesitz, allerdings fanden die Spieler nach dem starken Start erstmal einige Zeit lang keine Lücken mehr.
Einer, der dafür prädestiniert wäre, ist Deniz Undav, der wieder auf der Bank saß und von den Stuttgarter Zuschauern mit Sprechchören bedacht wurde.
In der Schlussphase konnte die deutsche Mannschaft abgesehen von einer Chance für Karl (86.), der aus kurzer Distanz das gegnerische Tor verfehlte, lange keine allzu große Gefahr mehr entwickeln.
Doch dann gab es das Happy End für Undav, das Stuttgarter Publikum und das DFB-Team. Nach einer Kopfballvorlage von Leon Goretzka zeigte der Stürmer seine ganze Klasse, nahm den Ball mit dem Bauch an und drückte ihn mit dem ausgestreckten Bein über die Linie (88.).
Was für ein Moment für Undav nach den ganzen Diskussionen um seine Jokerrolle. Mit diesem Moment hat er aber auch Nagelsmann Recht gegeben, der zuvor betont hatte, dass der 29-Jährige seine Glanzmomente habe, wenn der Gegner müde ist.
