Werner kehrt nach bremen zurück – personalsorgen beim rb!
Ein bittersüßer Abschied, ein Wiedersehen mit alter Wirkungsstätte: Ole Werner, der Coach von RasenBallsport Leipzig, steht am Samstag im Weserstadion vor einer besonderen Herausforderung. Drei Jahre und vier Monate prägte er Werder bremen, nun kehrt er als Gegner zurück – doch die Personalsituation in Leipzig wirft Schatten auf den möglichen Erfolg.
Gruda fällt aus, ouedraogo rückt auf
Die Nachricht vor dem Spiel: Brajan Gruda, einer der derzeit stärksten Spieler im Leipziger Kader, wird aufgrund von Adduktorenproblemen, die er sich im DFB-U21-Team zuzog, ausfallen. Sein Ausfall ist spürbar, denn der 21-Jährige brillierte erst kürzlich mit zwei Toren und einer Vorlage gegen Hoffenheim. Doch es gibt auch positive Nachrichten: Assan Ouedraogo, der seit Wochen aufgrund einer Verletzung fehlte, steht Werner wieder zur Verfügung. Der talentierte Mittelfeldspieler könnte eine wichtige Rolle spielen, auch wenn Werner betont, dass er aufgrund seiner langen Auszeit noch nicht von Beginn an in die Startelf rücken wird.
Auch Torwart-Routinier Peter Gulacsi ist nach seiner Knieverletzung wieder im Kader, nimmt aber zunächst den Platz auf der Bank ein. Maarten Vandevoordt hat in Gulacsis Abwesenheit einen guten Rhythmus gefunden und überzeugt – eine Situation, die Werner durchaus begrüßt, da sie eine behutsame Integration des erfahrenen Torwarts ermöglicht. „Es geht darum, dass wir Woche für Woche gut aufgestellt sind. Wir müssen da jetzt nichts übers Knie brechen“, so Werner.

Keine emotionen bei pfiffen – fokus auf das spiel
Werner zeigt sich gelassen, was den möglichen Empfang durch die Werder-Fans betrifft. „Wer pfeift, der pfeift – wer sich freut, der freut sich. Ich kann das nicht verändern oder beeinflussen.“ Seine Konzentration liegt voll und ganz auf dem Spiel selbst. Die Herausforderung, eine Mannschaft zu besiegen, die er einst erfolgreich trainierte, nimmt er an, ohne sich von alten Emotionen überwältigen zu lassen.
Neben Gruda fallen auch Zweifel an Yan Diomandes Fitness weg, da er gegen Hoffenheim Schulterschmerzen hatte, jetzt aber wieder voll einsatzfähig ist. Die Abwehr, das Mittelfeld und die Offensive stehen somit vor der Aufgabe, den Ausfall des Schlüsselspielers Gruda zu kompensieren. Die Frage ist, ob Ouedraogo und Diomande die nötige Qualität und den nötigen Einsatz bieten können, um die Lücke zu füllen.
Die Leistungen der deutschen Nationalmannschaft ließ Werner trotzig unbeantwortet. Die Hoffnung auf einige Leipziger im DFB-Trikot bleibt jedoch bestehen, denn „Wenn es nach mir geht, sehen wir sie alle.“
