Wm-drama in italien: elfmeterschießen-niederlage gegen bosnien – gattuso entschuldigt sich

Rom – Italien scheitert in einem herzzerreißenden Elfmeterschießen gegen bosnien-Herzegowina am Traum von der Weltmeisterschaft. Die 1:4-Niederlage in der Playoff-Partie in Palermo markiert die dritte Qualifikationspleite für die Azzurri in Folge – ein Tiefpunkt für den italienischen Fußball.

Nervensystem versagt: donnarumma unter großem druck

Der eigentlich als Weltklasse geltende Torwart Gianluigi Donnarumma konnte trotz mehrerer Rettungsaktionen dem entscheidenden Elfmeter von Esmir Bajraktarevic nicht endgültig den Treffer abgewinnen. Die Szene, in der der Ball an seiner Hand vorbeischlüpft, wird noch lange in Erinnerung bleiben. Während die bosnischen Spieler jubelten und ihren Torwart übersстях, sank Donnarumma frustriert zu Boden.

Die Nachricht von der Qualifikationsniederlage lief wie ein Schock durch den Fußball. Die Gazzetta dello Sport titelte von einem „Albtraum“, während der Corriere della Sera von einer „italienischen Apokalypse“ sprach. Die Nerven versagten auch bei Francesco Pio Esposito und Bryan Cristante, die ihre Elfmeter verpassten. bosnien hingegen zeigte Nervenstärke und sicherte sich erstmals seit 2014 wieder einen WM-Platz.

Trainer Gennaro Gattuso übernahm die volle Verantwortung für das Scheitern. „Die Jungs haben diese Niederlage nicht verdient. Ich bitte um Entschuldigung“, sagte er nach dem Spiel. Er betonte, dass er die Verantwortung für die Nichtqualifikation trage und seine Zukunft im Moment keine Rolle spiele. Die Vereinsführung unter Präsident Gabriele Gavano appellierte jedoch an Gattuso, im Amt zu bleiben.

Der Auslöser für das Debakel war die frühzeitige Rote Karte für Alessandro Bastoni, der nach 25 Minuten wegen einer Notbremse vom Platz gestellt wurde. Die dezimierte Mannschaft kämpfte sich trotz des Rückstands bis zur Verlängerung, wo Haris Tabakovic den Ausgleich für bosnien erzielte. Doch das Elfmeterschießen entschied das Spiel.

Die Qualifikation für die WM 2026 wird für Italien somit nicht eintreten. Eine bittere Pille für einen Fußballverband, der auf eine lange Tradition von Erfolgen zurückblicken kann. Doch diese dritte Qualifikationspleite in Folge wirft ernste Fragen über die Zukunft des italienischen Fußballs auf.