Prestianni wehrt sich gegen mbappés vorwürfe – mbappé kontert
Der Streit zwischen Benfica-Spieler Gianluca Prestianni und Vinícius Júnior eskaliert. Nach dem Champions-League-Playoff-Spiel gegen Real Madrid, das wegen eines Rassismusvorwurfs unterbrochen wurde, hat Prestianni nun seine Sicht der Dinge dargelegt. Er bestreitet die Anschuldigungen vehement.

Prestianni: „ich habe nichts gesagt“
Prestianni erklärte in einem Interview mit Intuiciones en primera persona, er habe während des Spiels nichts gesagt, bestätigte aber, Mbappé als „verdammter Rassist“ bezeichnet zu haben. Er sieht das spanische Wort für Affe als ein normales Schimpfwort an. „Egal, was man mir sagt – ich werde niemals reagieren. Ich werde es auf dem Platz zeigen.“
Die UEFA hatte Ermittlungen eingeleitet, nachdem Vinícius Júnior Prestianni beschuldigt hatte, ihn rassistisch beleidigt zu haben. Kameras fingen Mbappé zudem dabei ab, wie er Prestianni ebenfalls als „verdammter Rassist“ bezeichnete.
Der Vorfall hat nicht nur sportliche, sondern auch persönliche Konsequenzen. Prestianni betonte, dass die Vorwürfe seine Familie hart getroffen hätten. „Dass über mich Dinge gesagt werden, die ich nie getan habe, tut weh – vor allem für sie.“ Er wies auch den Versuch zurück, ihn als homophob darzustellen, und erklärte, dass solche Begriffe in Argentinien umgangssprachlich verwendet werden, ohne rassistische Absicht.
Benfica hat seinen Spieler öffentlich unterstützt. Teamkollegen konnten die Vorwürfe gegen Prestianni nicht bestätigen. Die UEFA hat einen Ethik- und Disziplinarinspektor eingesetzt, um den Fall zu untersuchen. Die Sperre für das Rückspiel gegen Real Madrid ist für Prestianni besonders hart.
Die Kontroverse wirft Fragen auf über die Grenzen der sportlichen Auseinandersetzung und die Verantwortung der Spieler – und die Rolle der Medien bei der Verbreitung von Vorwürfen. Die Aussagen von Mbappé und die Reaktion von Prestianni zeigen, wie emotional und komplex solche Situationen sein können.
Die Familie des jungen Argentinier ist besonders betroffen von der öffentlichen Diskussion. „Ich bin stark, aber ich dachte an meinen Vater, meine Mutter, meine Großeltern. Dass über mich Dinge gesagt werden, die ich nie getan habe, tut weh – vor allem für sie.“
Alle, die Prestianni kennen, wissen, was für ein Mensch er ist. Das reicht ihm – zumindest für den Moment.
