Bvb-kaderbruch: bittere bilanz – von hoffnungen zur abstiegsgefahr

Dortmund steht vor einem turbulenten Sommer. Nach enttäuschenden Leistungen in der Bundesliga und dem frühzeitigen Ausscheiden aus Champions League und DFB-Pokal bastelt der BVB bereits fieberhaft an der Kaderplanung für die kommende Saison. Doch nicht alle Entlassungen haben sich für die Spieler ausgezahlt.

Abgänge im bvb: ein blick auf die entwicklung

Abgänge im bvb: ein blick auf die entwicklung

Nur wenige Spieler, die den BVB im vergangenen Sommer verlassen haben, konnten ihre Erwartungen erfüllen. Die bilanz ist überwiegend negativ – und das, obwohl viele von ihnen mit großen Ambitionen aus dem Ruhrgebiet abreisten.

Jamie Gittens, einst gefeiert für sein Talent, kämpft bei Chelsea mit Verletzungen und fehlender Spielpraxis. Nach fünf Jahren im BVB-Jugendcamp und einigen vielversprechenden Auftritten in der ersten Mannschaft folgte der teure Wechsel für 56 Millionen Euro. Doch in England hat er sich bisher nicht durchgesetzt: Nur 16 Einsätze in der Premier League, sieben in der Champions League und vier im Pokal sprechen eine deutliche Sprache. Eine schwere Oberschenkelverletzung setzt seinen Aufschwung zusätzlich zurück.

Auch Sébastien Haller, der ablösefrei zu Eintracht Frankfurt wechselte und nach seiner Krebserkrankung eine Rückkehr zum BVB hoped, hat nicht die erhoffte Form erreicht. In 16 Spielen in der Liga und sieben in der Europa League erzielte der Ivorer lediglich einen Treffer und drei Assists. Aktuell plagen ihn ebenfalls muskuläre Probleme, während der BVB selbst in die Abstiegszone rutscht.

Pascal Groß hingegen hat die richtige Entscheidung getroffen. Der deutsche Nationalspieler kehrte auf eigenen Wunsch zu seinem ehemaligen Verein Brighton & Hove Albion zurück und etablierte sich dort unter Trainer Fabian Hürzeler als Leistungsträger. Seine Leistungen haben ihm sogar eine Nominierung für die WM-Qualifikation eingebracht.

Der wohl bitterste Abgang ist der von Youssoufa Moukoko. Der jüngste Torschütze der Bundesliga hat in Dänemark beim FC Kopenhagen nicht den erhofften Durchbruch geschafft. Trotz elf Treffern in 35 Spielen kämpft der Stürmer mit seinem Team gegen den abstieg. Der BVB hatte ihm hohe Erwartungen entgegengebracht, doch die Realität sieht anders aus.

Die Leihgeschäfte verliefen ebenfalls nicht nach Plan. Aarón Anselmino wurde nach nur zwei Einsätzen zunächst zurück nach London geschickt und dann an Racing Straßburg verliehen, wo er schwer verletzt ausschied. Auch Cole Campbell findet beim SV Sinsheim kaum Einsätze. Die Leistungen von Marcel Lotka bei Fortuna Düsseldorf sind zwar solide, doch er ist nach wie vor der klare Zweite hinter Florian Kastenmeier.

Während Kjell Wätjen und Diant Ramaj wertvolle Erfahrungen sammeln, kämpft der BVB mit dem Abstiegskampf und der Suche nach einer stabilen Mannschaft. Die Bilanz der Sommerverpflichtungen ist eine bittere Lektion für den Verein. Die sportliche Situation des BVB ist prekär, und die kommende Saison verspricht alles andere als einfach zu werden.

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