Neymar befreit: millionenstrafe wegen see-bau aufgehoben
Rio de Janeiro – Eine Sensation im brasilianischen Fußball: Der Superstar Neymar ist von einer Millionenstrafe für mutmaßliche Umweltverschmutzung im Zusammenhang mit dem Bau eines künstlichen Sees auf seinem Anwesen freigesprochen worden. Das Gericht wies die Klage zurück, da das Ermittlungsverfahren von Mängeln geplagt war.

Gericht erklärt strafe für nichtig – beweislage mangelhaft
Die Staatsanwaltschaft in Mangaratiba hatte Neymar 2023 einer Geldstrafe von rund 16 Millionen Real (ca. 3 Millionen US-Dollar) für die illegale Entsorgung von Bauschutt in den Atlantik vorgeworfen. Laut Gericht basierten die Vorwürfe lediglich auf Fotos und Videos, die aufgrund eines anonymen Hinweises eingereicht wurden. Die Umweltbehörden konnten keine weiteren Beweise vorlegen.
Die Verteidigung legte ein technisches Gutachten vor, das die Wasserqualität zum Zeitpunkt des mutmaßlichen Vorfalls innerhalb der zulässigen Grenzwerte bestätigte. Anwälte Neymars betonten zudem, dass die Ermittlungen aufgrund eines massiven Medienrummels eingeleitet worden seien, der durch die Prominenz ihres Mandanten ausgelöst wurde.
Die Geldbuße war seit 2024 ausgesetzt, nun erfolgte die endgültige Aufhebung. Die Entscheidung wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, die bei Umweltstrafsachen durch die hohe Medienaufmerksamkeit entstehen können. Neymars Rückkehr zum FC Santos im Jahr 2025 war nach einer Verletzungspause und der Nichtnominierung für die Nationalmannschaft unter Trainer Carlo Ancelotti ein wichtiger Schritt. Die Aufhebung der Strafe verschafft dem Stürmer nun neue Luft.
Die Entscheidung des Gerichts ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass auch bei bekannten Persönlichkeiten die Beweislast für Umweltvergehen hoch ist. Die Menge der Geldstrafe, die nun entfällt, zeigt das Ausmaß der ursprünglichen Vorwürfe – und die Fragilität von Beweisen, die auf reinen visuellen Eindrücken basieren.
