Wm-teilnahme irans: infantino bekräftigt – trotz krieg und sicherheitsbedenken
Die Fußballwelt steht vor einem diplomatischen Minenfeld. Trotz des andauernden Nahostkonflikts bekräftigte FIFA-Präsident Gianni Infantino die Teilnahme Irans an der bevorstehenden Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada. Seine Äußerungen in der Türkei, während eines Testspiels gegen Costa Rica, sind ein Versuch, die wachsende Unsicherheit zu zerstreuen.

Infantino setzt auf teilnahme – politische lage bleibt kompliziert
Infantino besuchte das Spiel in Antalya unangekündigt und versicherte der iranischen Nationalmannschaft, dass das Land am Turnier teilnehmen werde. „Der Iran wird bei der Weltmeisterschaft dabei sein. Dafür sind wir hier.“, sagte er laut AFP. Er betonte, dass die Spiele an den vorgesehenen Orten stattfinden würden, auch angesichts der Berichte über mögliche Verlegungen.
Die jüngsten Spannungen im Nahen Osten haben die WM-Teilnahme des Iran in Frage gestellt. Reisen für Nationalmannschaften und Vereine im Iran sind derzeit auf Länder, die als „feindlich“ gelten, verboten. Vor diesem Hintergrund hat auch US-Präsident Donald Trump widersprüchliche Signale gesendet, die die Situation zusätzlich verkomplizieren.
Trump hatte zwar die Teilnahme Irans zugelassen, mahnte aber gleichzeitig, dass eine Anwesenheit im Hinblick auf die Sicherheit der Spieler nicht angemessen sei. Die FIFA selbst scheint jedoch keine Alternative zu planen. Die Mannschaft spielt in der Vorrunde gegen Neuseeland, Belgien und Ägypten und ist im Viertelfinale in Tucson/Arizona stationiert.
Die Entscheidung Infantinos, trotz der politischen und sicherheitspolitischen Herausforderungen an der Teilnahme festzuhalten, unterstreicht die enorme Bedeutung der Weltmeisterschaft für den Weltfußball. Die FIFA setzt offenbar auf eine pragmatische Lösung, auch wenn die politische Lage weiterhin sehr kompliziert bleibt. Es bleibt abzuwarten, ob diese Haltung angesichts der Eskalation des Konflikts Bestand haben wird.
